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ETA-Protest in San Sebastian

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ETA-Protest in San Sebastian

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Die Polizei hat im spanischen Baskenland eine Demonstration von ETA-Anhängern gewaltsam aufgelöst. Die Demonstranten hatten in San Sebastian eine Amnestie für Aktivisten der Untergrundorganisation in Haft gefordert – eine unrealistische Forderung angesichts eines wiederaufflammenden Konflikts.

Der Aufmarsch war verboten worden, Straßen abgeriegelt. Als Mülleimer und Autos brannten, gingen Polizisten mit Tränengas und Gummiknüppeln vor. Ein Mensch wurde verletzt, zwei Demonstranten festgenommen. Bei der Polizei handelte es sich um Autonomie-Polizei des Baskenlands. Seit einigen Jahren geht sie entschieden gegen die ETA vor. Die spanische Regierung wirft ihr allerdings vor, nicht hart genug durchzugreifen.

König Juan Carlos drückte am Wochenende den Angehörigen der jüngsten Opfer sein Mitgefühl aus. Die Friedensgespräche mit der ETA hat Madrid abgebrochen. Der Ort des letzten Anschlags erinnert die Spanier an Ground Zero. Nach der Bergung des zweiten Toten, wird nun noch wochenlang Schutt weggeräumt. Mit dem Anschlag hatte die ETA ihre im vergangenen März versprochene Waffenruhe faktisch beendet.