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Keine Ruhe im Baskenland

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Keine Ruhe im Baskenland

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Anhänger der Untergrundorganisation ETA haben für die Unabhängigkeit des Baskenlandes demonstriert. Mehrere tausend Menschen kamen nach San Sebasti und ließen in Sprechchören die ETA hochleben. Der spanische Nationale Gerichtshof in Madrid hatte zuvor das Treffen verboten.

Die Polizei ging mit Gummigeschossen und Tränengas gegen die randalierenden Demonstranten vor. Sie löste die Kundgebung in der nordspanischen Küstenstadt gewaltsam auf. Am Samstag vergangener Woche hatte die ETA in einem Parkhaus des Madrider Großflughafens eine Autobombe gezündet. Zwei Menschen wurden dabei getötet. Am Donnerstag stellte die Polizei einen 100 Kilogramm Sprengsatz sicher. Die jüngsten Waffenfunde im Baskenland deuten darauf hin, daß die ETA, die vor neun Monaten angekündigte Waffenpause, zur Aufrüstung genutzt hat.

Bei einer Feierstunde des Militärs in Madrid, rief König Juan Carlos die spanische Bevölkerung zur Eínheit im Kampf gegen den Terror auf. Ministerpräsident Jose Luis Zapatero hat erklärt, daß der Friedensprozess im Baskenland gescheitert sei. Die spanische Polizei hat das zweite Opfer des Anschlages geborgen. Der junge Mann aus Ecuador hatte im Parkhaus, in dem der Sprengsatz detonierte, in einem Auto geschlafen. Das andere Opfer, ebenfalls aus Ecuador, ist in seine Heimat überführt worden.