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Schwedens Außenminister in der Kritik

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Schwedens Außenminister in der Kritik

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Ein neuer Skandal erschüttert die schwedische Regierung: Diesmal geht es um den Außenminister Carl Bildt. Er soll Aktienoptionen einer schwedischen Investmentgesellschaft erworben haben, die fast vollständig dem russischen Energieriesen Gazprom gehört. Die schwedische Staatsanwaltschaft kündigte einleitende Ermittlungen wegen möglicher Schmiergeldzahlungen und Korruption an. Wie Bildt sagte, gibt es keine Geheimdokumente zwischen ihm und der Gesellschaft.

Problematisch ist dabei das deutsch-russische Pipeline-Projekt durch schwedische Hoheitsgewässer – als Außenminister fällt dies in Bildts Aufgabenbereich. Für Grünen-Chef Peter Eriksson aus der Opposition stellt dies alle dagewesenen Skandale in den Schatten: Hier habe Geldgier gegen Glaubwürdigkeit gesiegt. Das mache Bildt politisch untragbar.

Seitdem Schwedens konservative Regierung um Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt im Amt ist, mussten schon zwei Ministerinnen ihre Posten räumen. Die eine, weil sie ihr Kindermädchen nicht angemeldet hatte, die andere, weil sie jahrelang keine Rundfunkgebühren bezahlt hatte.