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US-Autokonzerne stellen in Detroit trotz Krise Selbstbewußtsein zur Schau

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US-Autokonzerne stellen in Detroit trotz Krise Selbstbewußtsein zur Schau

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Draußen die triste automobile Wirklichkeit, drinnen die Hochpolierte Wunschwelt. In Detroit ist der erste Autosalon des Jahres eröffnet worden. Von der Krise der angeschlagenen US-Hersteller ist hier nichts zu spüren. Die Branche trägt demonstrativ Selbstbewußtsein zu Schau. Aber es klingt eher wie das Pfeifen im Walde.

Die großen Drei stecken in Schwierigkeiten und können das Weitermachen nur mit radikalen Einsparungen sichern. 2006 gingen bei General Motors, Ford und Chrysler die Absatzzahlen auf dem Heimatmarkt um sieben bis acht Prozent zurück. Gründe sind der ruinöse Preiskampf und die innovative ausländische Konkurrenz mit Namen Toyota. Die gestiegenen Spritpreise lassen die Kunden auf sparsamere und kleinere Autos made in Japan zurückgreifen.

Oder auf Rolls Royce – wenn Geld keine Rolle spielt. Der Phantom Drophead, der zweite neu Rolls des Eigentümers BMW, ist für 200.000 bis 300.000 Euro zu haben – ohne Mehrwertsteuer. “Die USA bleiben unser wichtigster Markt”, erklärt Unternehmenschef Ian Robertson. “Großbritannien auf Platz zwei holt aber weiter auf. Und Asien wird immer bedeutender. Inzwischen hat China Japan vom dritten Platz verdrängt. In der Volksrepublik hatten wir 2006 ein Plus von 60 Prozent.”

Während die amerikanischen Hersteller an den strategischen Fehlern der Vergangenheit laborieren, können die Deutschen zufrieden sein. BMW und Audi fahren von Rekord zu Rekord. Und DaimlerChrysler will auf den US-Straßen mit dem neuen Smart punkten.