Eilmeldung

Eilmeldung

Der Öl-Hahn bleibt weiter zu

Sie lesen gerade:

Der Öl-Hahn bleibt weiter zu

Schriftgrösse Aa Aa

Die russischen öllieferungen aus der Pipeline “Druschba” über Weissrussland in die Europäische Union sind weiterhin unterbrochen. Während Raffinieren in mehreren EU-Staaten wie hier in Ungarn nach wie vor kein öl erhalten, sieht die Internationale Energieagentur die Versorgung für Europa jedoch als nicht gefährdet an. Betroffen sind von den Lieferstopps bislang Deutschland, Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn.

Aus dem Kreml heisst es mittlerweile, es gelte alles zu tun, um den Streit bald beizulegen. “Es ist wichtig, jetzt sicherzustellen, dass wir im Interesse unserer westlichen Kunden handeln”, so Präsident Vladimir Putin. “Die Regierung wird aber genauso darauf achten, die Interessen unserer eigenen Wirtschaft zu wahren.” Der russische Pipeline-Betreiber Transneft begründete die Lieferstopps damit, dass Weissrussland sich illegal mit Öl aus der Pipeline versorge.

Minsk wies die russischen Vorwürfe zurück. Der Energiestreit begann bereits vor mehreren Monaten. Seit Beginn diesen Jahres muss Weissrussland für russisches Erdgas den doppelten Preis bezahlen. Die Regierung in Minsk reagierte darauf mit einer erhöhten Transitgebühr für russisches Öl. Moskau will diese nicht bezahlen.