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ETA gibt Anschag zu, aber will an Waffenruhe festhalten

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ETA gibt Anschag zu, aber will an Waffenruhe festhalten

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Die baskische Extremistenorganisation ETA hat sich offiziell zu dem Bombenanschlag auf den Madrider Flughafen bekannt – wie schon häufiger über die Zeitung Gara. Die Waffenruhe, die sie letztes Frühjahr versprochen hatte, sei aber aus ihrer Sicht nicht gebrochen. In den Trümmern des Flughafenparkhauses waren zum Jahreswechsel zwei Menschen gestorben und mehr als 20 verletzt worden.

Während heute ein Feuerwehr-Video von den ersten Minuten nach der Explosion veröffentlicht wurde, sagt die ETA, sie habe gewarnt. Die Polizei habe das fünfstöckige Parkhaus nicht vollständig evakuiert. Man habe keine Todesopfer gewollt. Nur die Friedensgespräche beschleunigen. Bei dem Anschlag wurden mehrere Hundert Kilogramm Sprengstoff verwendet. Die spanische Regierung hatte unmittelbar danach die Friedensgespräche für beendet erklärt.

Die nicht anerkannte Baskenpartei Batasuna hatte gestern die ETA aufgerufen, den Waffenstillstand einzuhalten. Batasuna-Chef Arnaldo Otegi appellierte, die ETA müsse sich an ihre Ankündigung vom März halten.