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Immer noch kein Öl aus der Pipeline der Freundschaft

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Immer noch kein Öl aus der Pipeline der Freundschaft

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Die russischen Öllieferungen aus der Pipeline “Druschba” über Weissrussland in die Europäische Union sind weiterhin unterbrochen. Während Raffinieren in mehreren EU-Staaten nach wie vor kein Öl erhalten, sieht die Internationale Energieagentur die Versorgung für Europa jedoch als nicht gefährdet an. Betroffen sind von den Lieferstopps bislang Deutschland, Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn.

Um im Ölstreit zwischen Weissrussland und Russland zu einer Lösung zu gelangen, begab sich eine weissrussische Delegation nach Russland. In Moskau soll heute bei Gesprächen ein Ausweg aus der Krise gefunden werden. Auf den Strassen der russischen Hauptstadt herrschen geteilte Meinungen über den Nachbarn.” Das ist kriminell, man muss Weissrussland hart bestrafen”, meint einer. Ein anderer sagt: “Weissrussland ist unser Freund, das wird sich wieder einrenken.”

Russische Medien reagieren zum Teil mit Humor auf den erneuten Energiestreit. “Freundschaft hat ihren Preis”, so Gazeta heute morgen in Anspielung auf den Namen der Pipeline “Druschba” – zu Deutsch Freundschaft. Minsk verlangt eine erhöhte Transitgebühr für russisches Öl, die Moskau nicht bezahlen will.