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Ölpreis weiter auf Talfahrt - Spekulanten verlieren das Interesse

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Ölpreis weiter auf Talfahrt - Spekulanten verlieren das Interesse

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Der Preisverfall bei Rohöl hält unvermindert an. In London wurde das Barrel der Nordseesorte Brent für 53,80 Dollar gehandelt, 1,80 Dollar weniger als am Vortag. Ausgelöst wurde dieser Trend durch das milde Winterwetter in den USA und das verschwindende Interesse von Fondsgesellschaften. Anleger zögen sich aus Öl zurück, wenn derzeit die Menschen in New York im Central Park ein Sonnenbad nähmen, erklärte ein Broker.

Inzwischen deutete die OPEC an, Pläne eines Ausbaus der Produktionskapazitäten aufgeben zu wollen. Beim Kartell werden die Alarmglocken immer lauter, denn inzwischen bringt das warme Wetter auch die Einnahmen der Förderstaaten zum schmelzen.

Noch im Juli vergangenen Jahres kostete das Barrel den Rekordpreis von knapp 78 Dollar. Heute ist es fast ein Drittel billiger. Entsprechend deutlich sind die Verluste von Spekulanten. Auch wenn bislang in London und New York noch keine ernsten Probleme von Hedge Fonds bekannt geworden sind. Anlagen in Rohöl gelten aber bereits als unattraktiv. Zumal sich der aktuelle Trend auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht ändern dürfte. Die Heizöllager sind übervoll, und wegen der sich abschwächenden US-Konjunktur geht auch die Nachfrage der Wirtschaft zurück.