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USA: Irakstrategie nimmt Züge

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USA: Irakstrategie nimmt Züge

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Mit 20.000 weiteren Soldaten will Präsident George W. Bush die Lage im Irak beruhigen – diese Strategie stößt jedoch in den USA vielerorts auf Kritik. Mit Spannung erwartet Amerika am Mittwoch abend die Grundsatzrede des Präsidenten zur Lage im Zweistromland. Bush will dabei seine Pläne zur Beendung der Gewalt im Irak vorstellen. Als sicher gilt: 160.000 statt bisher 140.000 US-Soldaten sollen für mehr Sicherheit sorgen.

Von Seiten der Republikaner heisst es, der Plan gehe auf den irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki zurück. Auch Offiziere vor Ort hätten die Truppenverstärkung begrüsst. Der demokratische Senator von Illinois hingegen steht dem Vorhaben kritisch gegenüber. Er sagte, “15 oder 20.000 Truppen mehr sind nicht das, worauf es im Irak ankommt. Was wir brauchen ist eine politische Lösung zwischen Schiiten, Sunniten und Kurden.”

Das Weiße Haus will den Kongress zur Finanzierung des Planes um die Bewilligung von rund 80 Milliarden Euro bitten – dort stellen jedoch die Demokraten die Mehrheit und Streit ist vorprogrammiert. Der Druck auf Bush wächst, nicht zuletzt auch seitdem die Zahl der getöteten US-Soldaten im Irak 3.000 erreicht hat.