Eilmeldung

Eilmeldung

Armenien wird mit Hilfe von Gasprom Energie-Exporteur

Sie lesen gerade:

Armenien wird mit Hilfe von Gasprom Energie-Exporteur

Schriftgrösse Aa Aa

Armenien boomt. Das bisher bettelarme Land
gehört zu den sechs europäischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion und sieht sich als Tigerstaat im Kaukasaus.

Das Volkseinkommen stieg im vergangenen Jahr um knapp 13 Prozent – Spitzenreiter bei ausländischen Investoren, vor allem in Hochtechnologie, waren Unternehmen aus Deutschland.

Ein Exportschlager des kleinen Landes mit gut 3.3 Milionen Einwohnern ist Energie. Armenien hat früh auf Energieengpässe reagieren müssen. Seit 1991 ist das Land unabhängig, keine zwei Jahre später ließ die größte Energiekrise aller Zeiten die Vorräte auf 14 Minuten schrumpfen.

Dazu Karen Karpapetyan, Chef der 50prozentigen Gasprom-Tochter ArmRusGasprom:
“Wir haben den Markt liberalisiert. Wir verlassen uns auf niemanden, außer auf uns selbst. Jetzt bauen wir die iranisch-armenische Pipeline und erneuern unsere unterirdischen Gaslager.”

Karpapetyan ist stolz auf die Entwicklung seiner Firma, die seit 1999 Energie exportiert und seit 2003 schwarze Zahlen schreibt.

Das moskaufreundliche Land hat die Kontrolle über den Gastransport durchs eigene Land an die russische Gasprom abgetreten und zahlt bis 2009 nur 110 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gas. Damit hat sich der Preis zwar Anfang 2006 verdoppelt, EU-Länder bezahlen jedoch im Schnitt 250 Dollar.

Gut 150 Millionen EURO wurden bisher in neue Anlagen investiert. In den kommenden zwei Jahren sollen weitere 300 Millionen EURO dazukommen. Das Ziel: Armenien soll – unter der Ägide des allmächtigen russischen Energiemultis Gazprom – zum Energiezentrum im Kaukasus werden.