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Bankenkonsortium übernimmt EADS-Anteile

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Bankenkonsortium übernimmt EADS-Anteile

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Die Entscheidung über den Einstieg eines Bankenkonsortiums beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS ist gefallen.
Nach Angaben der deutschen Bundesregierung sind allerdings noch letzte Abstimmungen nötig – eine Einigung sei spätestens in der übernächsten Woche zu erwarten.

DaimlerChrysler hält bislang 22,5 Prozent an dem europäischen Konzern, der unter anderem den Airbus herstellt. Das Bankenkonsortium soll 7,5 Prozent übernehmen. Dazu gehören unter anderem Commerzbank, Deutsche Bank, Goldman Sachs, die staatliche Kerditanstalt für Wiederaufbau KfW und Landesbanken.

Angeblich haben auch die US-Bank Morgan Stanley und die Schweizer Credit Suisse Group Interesse angemeldet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will so das fragile deutsch-französische Machtverhältnis wahren.

Der Wert des Pakets wird auf 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Die Investoren sollen nicht-stimmberechtigte Anteile mit einer festen Verzinsung zeichnen. Zugleich sollen sie sich verpflichten, ihre Anteile langfristig zu halten.

Der Stuttgarter Autokonzern soll unverändert die aktuellen Stimmrechte von 22,5 Prozent ausüben.

Die französische Seite ist ebenfalls zu 22,5 Prozent an EADS beteiligt.

Die aktuelle EADS-Krise war im vergangenen Jahr durch Produktionsprobleme beim A 380 Superjumbo ausgelöst worden, die bisher rund 5 Milliarden Euro kosteten.