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Besorgnis über US-Luftangriffe auf Ziele in Somalia

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Besorgnis über US-Luftangriffe auf Ziele in Somalia

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Die amerikanischen Luftangriffe auf Ziele in Somalia sind weltweit mit Besorgnis aufgenommen worden. Nach Angaben der US-Regierung sollte verhindert werden, dass Mitglieder des Terror-Netzwerks al Kaida aus Somalia entkommen. Die USA bestätigten Angriffe am Sonntag; Augenzeugen berichteten jedoch von Angriffen auch im Laufe des Montags auf drei Dörfer im Grenzgebiet zu Kenia. Vor der Küste sind US-Kriegsschiffe im Einsatz, um Terroristen an der Flucht über das Meer zu hindern. Nach Angaben des Pentagon wurde der Flugzeugträger Eisenhower in die Region entsandt. EU-Entwicklungskommissar Louis Michel verurteilte die Luftangriffe. Der neue UN-Generalsekretär Ban Ki Mun äußerte sich besorgt.

Der somalische Präsident Abdullahi Yusuf erklärte hingegen, die USA hätten das Recht, mit Luftangriffen gegen mutmaßliche Terroristen vorzugehen. Die somalische Übergangsregierung war nach eigenen Angaben vorher über die Aktion informiert worden. Nach amerikanischen Medienberichten galt die Operation insbesondere fünf mutmaßlichen Terroristen, die für die Anschläge gegen die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 verantwortlich gewesen sein sollen.