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EU-Kommission stellt Energiestrategie vor

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EU-Kommission stellt Energiestrategie vor

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Die Europäische Kommission hat dem Klimawandel den Kampf angesagt. Sie stellte einen Energiebericht vor, der auf einer neuen Klimastudie basiert. Diese warnt vor den Folgen des Treibhauseffekts: Dem Abschmelzen der Pole und Überschwemmungen.

Sollte sich das globale Klima bis 2071 durchschnittlich um zwei bis drei Grad erwärmen, würde die Zahl der Hitzetoten steigen. Ernterückgänge seien eine weitere Folge.

Mit ihrer neuen Strategie will die Union die klimaschädlichen Treibhausgase bis 2020 um mindestens 20 Prozent reduzieren – das Kyoto-Protokoll läuft bereits 2012 aus.

Um den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren, plädiert die Kommission vorsichtig für Nuklearenergie – sie sei klimafreundlich, ungeachtet des Abfalls und der Proleme der Endlagerung.
Momentan liefert die Atomenergie in der EU 30 Prozent des Elektrizitätsbedarfs.

Der EU-Kommissionspräsident sagte, es bleibe den Mitgliedsländern überlassen, ob sie Kernkraft einsetzen oder nicht. Die Kommission halte sich zurück beim Thema Nuklearenergie, so José Manuel Barroso. Wichtig sei aber, die Abhängigkeit von der Kohle immer mehr zu reduzieren.

Wenn sich beim Stromverbrauch und Energiemix nichts ändere, werde die Europäische Union bis 2030 etwa 65 Prozent ihres Energiebedarfs importieren müssen – ein Risiko angesichts möglicher Lieferstopps. Daher müssten erneuerbare Energien gefördert werden. Ziel der Union ist es, die Quote von derzeit 7% bis 2020 auf 20% anzuheben.