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Festnahmen und weitere Fahndung nach ETA-Anschlag auf Madrider Flughafen

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Festnahmen und weitere Fahndung nach ETA-Anschlag auf Madrider Flughafen

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Zehn Tage nach dem ETA-Anschlag auf den Madrider Flughafen mit zwei Toten läuft die Fahndung nach Tatverdächtigen und Hintermännern weiter auf Hochtouren. In dem baskischen Ort Atxondo, in dessen Nähe die Polizei kürzlich ein Waffenversteck entdeckt hatte, suchte die Polizei zwei Verdächtige. Die sollen Kontakt zu zwei Männern gehabt haben, die im baskischen Südwesten Frankreichs festgenommen wurden. Bei dieser Operation in einer Ortschaft nahe der spanischen Grenze stellten die Beamten auch eine Pistole sicher. Ob die beiden Festgenommen am Madrider Anschlag beteiligt waren, ist noch unklar. Doch möglicherweise sei das ETA-Kommando, das die Waffen bei Atxondo versteckt habe, identisch mit dem, das die Autobombe auf dem Madrider Flughafen zündete, hieß es.

Zehn Tage nach dem Anschlag hat sich die ETA erstmals zu der Tat bekannt. In einem der Zeitung Gara übermittelten Kommunique heißt es jedoch, ihre im März erklärte “Waffenruhe” sei weiter in Kraft. Am Dienstag wurde ein Feuerwehr-Video veröffentlicht, dass kurz nach dem Anschlag aufgenommen wurde. Die ETA hatte am 30. Dezember in einem Parkhaus des Madrider Flughafens eine Autobombe gezündet. Zwei Menschen wurden getötet. Der Tod von Menschen sei nicht beabsichtigt gewesen, heißt es in dem ETA-Kommuniqué; die Organisation habe deshalb vor der Explosion drei Warnungen durchgegeben.

Zur Rechtfertigung des Anschlag erklärte die ETA, die spanische Regierung sei “ihren Verpflichtungen” im Rahmen des Friedens-Prozesses nicht nachgekommen. Doch ging aus der Mitteilung nicht hervor, worin diese Verpflichtungen bestanden haben sollen.