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Rekordwachstum in Deutschland

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Rekordwachstum in Deutschland

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Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent gewachsen – so stark wie seit dem Boomjahr 2000 nicht mehr. Deutschland sei nicht mehr der “kranke Mann Europas”, so die Meinung von Analysten, sondern nach einer Fitnesskur mit Reformen am Arbeitsmarkt, geringen Lohnzuwächsen und restrukturierten Unternehmen wieder ein
wichtiger Investitionsstandort.

Für 2007 rechnen Ökonomen mit einem etwas schwächeren, aber immer noch hohen Wachstum von bis zu zwei Prozent- trotz der höheren Mehrwertsteuer. Auch 2008 könnte es in Deutschland volle Kraft voraus gehen.

Das Bruttoinlandsprodukt legte 2006 um 2,5 Prozent zu, so das Statistische Bundesamt – fast dreimal so stark wie im Jahr zuvor.

Im vergangenen Jahrzehnt war die deutsche Wirtschaft im Schnitt nur um 1,3 Prozent gewachsen.

2006 steuerte die inländische Nachfrage mehr als zwei Drittel zum Wachstum bei. In den beiden Jahren davor war der Export der einzige Antrieb gewesen. Die Einkommen aus dem Exportboom stärkten die Binnennachfrage.

Das Staatsdefizit sank unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit hielt Deutschland erstmals seit 2001 den Maastricht-Vertrag ein.

Von dem Aufschwung haben haben vor allem die Firmen profitiert. Unternehmens- und Vermögenseinkünfte legten fünfmal so stark zu wie Löhne und Gehälter.

Die besonders gute Nachricht: Im Zug des Aufschwungs entstanden neue Arbeitsplätze. Im Jahresschnitt rechnet die Dresdner Bank/Allianz-Gruppe in diesem Jahr mit nur noch 4,1 Millionen Arbeitslosen nach 4,5 und 4,8 Millionen in den beiden Vorjahren.