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USA: Wenig positives Echo auf Irak-Rede

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USA: Wenig positives Echo auf Irak-Rede

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Militärische Ehre posthum – am Tag nachdem US-Präsident George W. Bush 21.500 weitere Soldaten in den Irak beordert hat, zeichnet er einen gefallenen aus. Während seine Rede auf große Skepsis stößt: Diesen Auftritt und sein wiederholtes Lob für die Truppe kann niemand kritisieren.

Unter Feuer dafür Außenministerin Condoleesa Rice im Auswärtigen Ausschuss des Senats. Die eigne Partei spricht vom “gefährlichsten Fehltritt seit Vietnam”. Und Demokraten wie Joseph Biden bezweifelt, dass die Strategie Bushs eine Lösung darstellt. Man sei an einem absoluten Scheidepunkt im Irak. Ein Scheitern schade den USA weltweit und zwar für eine lange Zeit, so Biden.

Rice dreht den Spieß um und spricht von “Zeitdruck”, unter dem die irakische Regierung stehe. Die Verantwortung dafür, was für ein Land der Irak wird liege bei den Irakern. Nur sie könnten entscheiden, ob es ein Land für alle Iraker werde.
US-Verteidigungsminister Robert Gates dagegen will Truppen im Irak in den kommenden fünf Jahren um 92 000 Mann erhöhen.