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Anti-ETA-Demonstrationen in Spanien

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Anti-ETA-Demonstrationen in Spanien

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In Madird und Bilbao haben am Samstag mehrere tausend Menschen gegen die baskische
Untergrundorganisation ETA demonstriert. Die Kundgebung in Bilbao stand unter dem Motto «Für Frieden und Dialog». Zu ihr hatte der Ministerpräsident des Baskenlandes, Juan José Ibarretxe, aufgerufen. Erstmals nimmt auch die seperatistische Partei Batasuna an einer Anti-ETA-Demonstration teil. Sie gilt gemeinhin als politischer Arm der ETA.

Für den Vorsitzenden der gemäßigten Baskischen Nationalpartei, die die Regionalregierung stellt ist die Kundgebung ein Zeichen, daß die Menschen im Baskenland von der ETA verlangten ein für alle Mal der Gewalt abzuschwören.

In Madrid lautete das Motto “Frieden, Leben, Freiheit”. Zu der Kundgebung in Madrid hatten Gewerkschaften, Einwandererorganisationen und Bürgerinitiativen aufgerufen. Die konservative Volkspartei hatte eine Teilnahme an den
Demonstrationen abgelehnt, weil sie sich nicht gegen die Politik des spanischen Ministerpräsidenten Zapatero richteten, mit der ETA eine Verhandlungslösung zu suchen.

Der Vorsitzende des Verbandes der Einwanderer aus Ekuador erklärte, ungeachtet des Boykotts hätten ihm vielen Mitglieder der Volkspartei ihre Unterstützung für die Demonstration mitgeteilt.

Anlaß für die Kundgebungen war der Anschlag auf ein Parkhaus des Madrider Flughafens, bei dem zwei Ecuadorianer getötet worden waren.