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Katholische Kirche mobilisiert für Nein bei Abtreibungsreferendum in Portugal

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Katholische Kirche mobilisiert für Nein bei Abtreibungsreferendum in Portugal

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Hunderte Abtreibungsgegner haben im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima gegen Liberalisierungsbestrebungen Stellung bezogen. Am 11.Februar soll mit einer Volksabstimmung über die Reform entschieden werden. Nach der Vorlage soll der Schwangerschaftsabbruch bis zur zehnten Woche straffrei bleiben. Gegenwärtig ist in Portugal eine Abtreibung nur bei Vergewaltigung oder Inzest erlaubt, bei Gefahr für Leben oder Gesundheit der Mutter, und wenn das Kind schwer behindert geboren würde.

Niemand habe das Recht, das Leben eines anderen zu beenden, sagte eine Mutter von vier Söhnen: Das Leben sei ein Geschenk Gottes; nur er dürfe es nehmen. Eine andere Frau hingegen akzeptierte die geltenden Möglichkeiten des Schwangerschaftsabbruchs – etwa bei Vergewaltigung oder zu erwartender Behinderung des Babys.

Die katholische Kirche bemüht sich darum, Abtreibungsgegner zur Teilnahme an dem Referendum zu bewegen. Viele von ihnen haben die Abstimmung offenbar schon verloren gegeben, während sich die Befürworter einer Liberalisierung siegesgewiss zeigen. Umfragen zufolge sind gut zwei Drittel der Portugiesen für die Reform, und die Befürworter zeigen zudem eine weitaus höhere Bereitschaft, an der Abstimmung teilzunehmen.