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Konservativer Präsidentschaftskandikat in Frankreich gewählt

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Konservativer Präsidentschaftskandikat in Frankreich gewählt

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Der Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich hat offiziell begonnen. Die Mitglieder der konservativen UMP haben in einer Urwahl per Internet Innenminister Nicolas Sarkozy zu ihren Kandidaten gewählt. Mit 98,1 Prozent der Stimmen. Es gab allerdings keinen Gegenkandidaten und nur 69 % der Parteimitgliediger haben ihre Stimme abgegeben. Der So gekürte Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy sagte vor den mehr als 70.000 Delegierten in einer Messehalle in Paris: “ich habe nicht das Recht euch zu enttäuschen. Ich darf nicht zaudern, ich darf nicht versagen. Ich muss gewinnen, gewinnen für euch, gewinnen für Frankreich”

Beim Thema Europäische Union sprach Sarkozy sich ganz klar gegen einen EU-Beitritt der Türkei aus. Dann betonte der Frischgekürte Kandidat, er wolle der Präsident eines Frankreichs sein, das zu den Europäern sage, “wir wollen Europa, weil ohne Europa unsere alten Nationen nicht zählen in der globalisierten Welt. “Er wolle der Präsident eines Frankreichs sein, das den Europäern sage, “laßt uns die EU-Verfassung neu formulieren. Europa muss dringend wieder funktionieren können, und zwar, indem das EU-Parlament eine vereinfachte Fassung annimmt.”

Abgesehen von Präsident Chirac und Premierminister de Villepin, der am Vormittag kurz vorbeigeschaut und Versöhnung signalisiert hatte, strömte nach der Rede die gesamte Führungsriege der konservativen Partei zur Unterstützung des Kandidaten auf die Bühne. Das gigantische Politik-Spektakel hat sich die Partei dreieinhalb Millionen Euro kosten lassen.