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Venezuela und Iran wollen Ölpreis hoch halten

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Venezuela und Iran wollen Ölpreis hoch halten

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Venezuela und Iran wollen den Preis für Erdöl stabil halten. Das ist das Ergebnis eines Treffens der beiden Präsidenten Hugo Chávez und Machmud Achmadinedschad. Beide Länder wollen deshalb die OPEC, die elf Erdöl exportierende Staaten vertritt, dazu bringen, dass weniger Öl gefördert wird. Auch auf Nicht-OPEC-Mitglieder wollen sie Einfluss nehmen.

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis um vierzehn Prozent gesunken – vor allem wegen des milden Winters in den USA. Die Vereinigten Staaten sind der Hauptabnehmer für venezolanisches Öl. Chávez bekräftigte auch, die ganze Energiewirtschaft Venezuelas solle verstaatlicht werden. Ausländische Firmen könnten aber Minderheitsanteile halten.

Die meisten Unternehmen sind bereits unter staatlicher Kontrolle. Jetzt geht es noch vor allem um vier Großprojekte in der Mündung des Orinoko-Flusses. Wer mit der Rolle als Juniorpartner nicht zufrieden sei, solle sein Ölfeld eben zurückgeben und gehen, sagte Chàvez.

Mit den Milliardeneinnahmen aus Öl und Gas will Venezuela verstärkt Schulden abzahlen. Knapp sieben Milliarden Euro sollen auch in einen Sozialfonds fließen – Teil von Chávez’ Plan, den Reichtum besser zu verteilen und Venezuela zu einem sozialistischen Staat zu machen.