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Edmund Stoiber unter Druck

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Edmund Stoiber unter Druck

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Ob das schon Edmund Stoibers letzter Neujahrsempfang als Ministerpräsident war, das beschäftigt viele in Bayern. Nach der Pauli-Affäre sind die Umfragewerte für seine CSU im Keller, die gewohnte absolute Mehrheit in Gefahr. Trotzdem versucht Stoiber die Flamme Kleinzuhalten – um in seinen Bildern zu bleiben: “Ich weiß, dass ich im Feuer stehe – Sie lesen das ja jeden Tag. Aber wer in der Küche arbeitet, der muss auch Hitze vertragen.”

Heiß wurde es für Stoiber, als bekannt wurde, dass sein Büroleiter im Privatleben der Landrätin Gabriele Pauli geschnüffelt hatte, auf der Suche nach Belastendem gegen die Stoiber-Kritikerin. Inzwischen ist es so heiß, dass mögliche Nachfolgekandidaten reihenweise dementieren müssen, wie Bayerns Innenminister Günther Beckstein: “Ich habe über diese Fragen überhaupt keinerlei Gespräche und Vereinbarungen geführt. Das sind im Moment alles irgendwelche Gerüchte, die aus meiner Sicht nicht den leisesten Hintergrund haben.”

Auch sonst drängt sich noch keiner an den Herd: Aber ob Stoiber wirklich noch bis 2013 als Chefkoch in den bayrischen Töpfen rührt, scheint fraglich. Sogar sein eigener Fraktionschef im Landtag spricht schon von einer Ablösung im nächsten Jahr. Dann ist wieder Wahl; bei einer Klausurtagung will die Fraktion ab heute über den CSU-Spitzenkandidaten beraten.