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Pariser Gericht gibt grünes Licht für Eurotunnel-Sanierung

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Pariser Gericht gibt grünes Licht für Eurotunnel-Sanierung

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Für die Sanierung von Eurotunnel ist der Weg endgültig frei. Entsprechende Pläne wurden vom Pariser Handelsgericht gebilligt. Vorausgegangen waren mühsame Verhandlungen zwischen der Geschäftsführung und den Banken, die sich über Monate hingezogen hatten. Am Ende hatte Vorstandschef Jacques Gounon die Hoffnung geäußert, dass Eurotunnel nun wieder ein normales Unternehmen werden könne.

Gerettet werden soll der Tunnelbetreiber durch eine umfassende Umschuldung. Die Verbindlichkeiten sollen auf 4,3 Milliarden Euro halbiert werden. Möglich wird dies durch die Zeichnung einer Wandelanleihe und neue Kreditlinien über eine Laufzeit von mehr als vier Jahrzehnten. Das neue Unternehmen soll zu 13 Prozent den Eigentümern von Aktien und zu 87 Prozent denen von Anleihen gehören.

Ein Bankenkonsortium unter Führung von Goldman Sachs, der Deutschen Bank und Citigroup sichert die Operation. Ohne diesen Sanierungsplan wäre Eurotunnel unter seiner Schuldenlast zusammengebrochen. Die Gesellschaft betreibt den etwa 50 Kilometer langen Tunnel unter dem Ärmelkanal, der Frankreich und Großbritannien verbindet. Das Unternehmen ist in finanziellen Schwierigkeiten, seit sich die Baukosten des Tunnels drastisch erhöht hatten.