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Opfer unter der irakischen Zivilbevälkerung

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Opfer unter der irakischen Zivilbevälkerung

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Die Irak-Mission der Vereinten Nationen hat Fakten zu den irakischen Opfern veröffentlicht. Wie der UN-Verantwortliche für Menschenrechte im Irak, der Italiener Gianni Magazzeni, mitteilte, seien allein im Jahr 2006 34.452 irakische Zivilisten getötet worden. Dazu kommen noch einmal mehr als 36.000 Verletzte.

Der UN-Vertreter verwies auch auf Schwierigkeiten, überhaupt exakte Informationen zu bekommen. So hätten die im Aufbau begriffenen irakischen Behörden für das Jahr 2005 exakte Opferzahlen gar nicht nennen können. Allerdings braucht man sich nur an die täglich wiederkehrenden Bilder von Beerdigungen zu erinnern, um zu begreifen, dass sich am Ausmaß der Gewalt nichts geändert hat. Zum Vergleich: die Zahl der seit dem Sturz von Saddam Hussein im April 2003 gefallenen US-Soldaten beläuft sich auf wenig mehr als 3.000. Die irakische Zivilbevölkerung, der mit diesem Krieg Freiheit und Menschenrechte gebracht werden sollten, hat allein in einem Jahr mehr als zehnmal so viele Opfer zu beklagen.

Es ist, als sei im Irak die “Büchse der Pandorra” geöffnet worden. Der UN-Vertreter verweist in seinem Bericht auch
auf die tödliche Verbindung zwischen politisch motivierten Gewalttaten und ganz ordinärer Kriminalität Gianni Magazzeni wörtlich: “Die Zivilbevölkerung bleibt in diese Situation das Hauptopfer. Die Sicherheitskräfte, die die Gesetze durchsetzen sollen, sind nicht in der Lage, die irakische Bevölkerung zu schützen. Immer mehr Milizen und kriminelle Banden haben ihre Komplizen in den Sicherheitsorganen.”