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Prozess um Swissair-Konkurs begonnen

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Prozess um Swissair-Konkurs begonnen

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Mehr als fünf Jahre nach dem Zusammenbruch der Swissair hat der Prozess gegen damals Verantwortliche des Konkurses begonnen. In Bülach bei Zürich stehen 19 ehemalige Führungskräfte der Fluggesellschaft vor dem Bezirksgericht. Ihnen wird unter anderem Gläubigerschädigung und Untreue vorgeworfen. Unter den Angeklagten ist auch der frühere Aufsichtsratschef Gerhard Fischer, der in seiner Befragung durch den Richter die Aussage verweigerte.

Der Absturz der Swissair war die größte Firmenpleite in der Geschichte der Schweiz. Tausende Beschäftigte der Fluggesellschaft verloren ihren Arbeitsplatz. Insgesamt brach das Unternehmen unter einer Schuldenlast von 11,5 Milliarden Euro zusammen. Dies konnten selbst öffentliche Mittel über 2,6 Milliarden Euro nicht verhindern. 5000 Stellen gingen verloren. Ebenso wie die Unabhängigkeit. Denn die stark abgespeckte Nachfolgegesellschaft Swiss konnte sich nicht am Markt halten und wurde 2005 von der Lufthansa übernommen.

Aus rechtlichen Gründen gehört die Swiss bis zur Neuaushandlung von Landerechten nur zu 49 Prozent der deutschen Airline. Die restlichen 51 Prozent sind Eigentum einer eigens gegründeten Schweizer Stiftung. Somit gilt die Swiss als Schweizer Firma und kann die Verkehrsrechte in den Ländern ausserhalb der EU beibehalten.

In Verhandlungen wird derzeit die Übertragung dieser Rechte auf eine Swiss im Besitz der Lufthansa ausgehandelt. Erst danach kann die Lufthansa die Swiss vollständig übernehmen