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Schiffsunfall in der Straße von Messina: Ursache wahrscheinlich Fehler des Kapitäns

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Schiffsunfall in der Straße von Messina: Ursache wahrscheinlich Fehler des Kapitäns

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Nach dem schweren Schiffsunglück in Süditalien sind die Aufräumarbeiten auch am Dienstagnachmittag fortgesetzt worden. Beim Zusammenstoß einer Schnellfähre mit dem Containerschiff “Susan Borchard” starben drei Besatzungsmitglieder sowie der Kapitän der Fähre. Alle rund 130 Passagiere überlebten, allerdings wurden fast 90 Menschen verletzt.

Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum Dienstag in der Straße von Messina, die schon seit Jahren als gefährliches Nadelöhr gilt. Zahlreiche Experten beklagen immer wieder den ständig zunehmenden Schiffsverkehr in der 32 Kilometer langen und teilweise nur drei Kilometer breiten Wasserstraße. Die Geretteten ließen die Momente des Unglücks immer wieder Revue passieren. “Die Lichter gingen aus”, erinnert sich ein Mann, “der Rumpf kippte nach links und Menschen schreien vor Angst…” Die Rettungskräfte waren bereits wenige Minuten nach dem Zusammenstoß am Unglücksort – ein Glücksfall, meint ein Sprecher der Küstenwache: “Glücklicherweise war eine Patrouille in der Region, die sehr schnell eingegriffen hat. Ihr Boot konnte als erstes Passagiere an Bord nehmen, ungefähr 80 bis 90 Menschen.”

Die Ermittler glauben, dass ein Fehler des Kapitäns für die Kollision verantwortlich war – allerdings habe er durch ein Manöver in letzter Minute einen Frontalzusammenstoß verhindert und Menschenleben gerettet, hieß es. Eine Untersuchung soll die genauen Umstände des Unglücks klären.