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EU-Parlament debattiert über Entschädigungen für Bahnpassagiere und vollständige Liberalisierung des Personenverkehrs auf der Schiene

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EU-Parlament debattiert über Entschädigungen für Bahnpassagiere und vollständige Liberalisierung des Personenverkehrs auf der Schiene

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Auch Bahnreisende sollen künftig bei größeren Verspätungen finanziell entschädigt werden. So wollen es Europas Abgeordnete, die an diesem Donnerstag in zweiter Lesung über ein umfassendes Gesetzespaket abstimmen. Für Verspätungen von einer Stunde sind 25 Prozent des Ticketpreises vorgesehen, für über zwei Stunden 50 Prozent. Auch Pendlern und Abonnenten sollen bei regelmäßigen Verspätungen Preisnachlässe oder Freifahrkarten gewährt werden.

In dem Gesetzespaket geht es zudem um die vollständige Liberalisierung des Passagierverkehrs auf der Schiene, wie es im Frachtbereich bereits geschehen ist. Der Verkehrsausschuss des Parlaments hatte sich im Dezember dafür ausgesprochen, den internationalen Personenverkehr bis 2010 zu liberalisieren, und bis 2017 dann auch den nationalen. Die Mitgliedsstaaten peilen dagegen nur die Frist für den internationalen Verkehr an, nicht aber für die Liberalisierung auf nationaler Ebene. Am Ende dürfte es hier auf einen Kompromiss zwischen Rat und Parlament hinauslaufen.