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Not amusing: Rassismus-Skandal rund um britische "Big-Brother"-Show

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Not amusing: Rassismus-Skandal rund um britische "Big-Brother"-Show

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Nicht gerade die feine englische Art: Die britische Ausgabe von “Big Brother” steht im Zentrum eins Rassismus-Skandals. Bollywood-Schauspielerin Shilpa Shetty, eine dunkelhäutige Schönheit, wurde von den anderen Containerbewohnern wüst beschimpft – als “Hündin”, die gern weiß sein wolle, oder als unhygienisch. Zwar sind gehässige Angriffe auch in Großbritannien Teil der Show – das aber ging vielen zu weit. “Channel 4 muss eingreifen”, fordert etwa der asiatische Zeitungsherausgeber Hamant Verma, “sonst wird Shilpa noch hinter ihrem Rücken rassistisch beschimpft. Man würde auch im realen Leben eingreifen.”

Das Königreich ist in Aufruhr: Die TV-Aufsichtsbehörde und Channel 4 registrierten weit mehr als 10.000 Zuschauerbeschwerden. Ex-Containerbewohnerin Carole Malone sieht die Sache gelassener. Das habe nichts mit Rassismus zu tun, sagt sie, sondern nur mit dummen und kindischen Mädchen. Sogar das Parlament in London befasst sich mit dem Skandal. Der Labour-Abgeordnete Keith Vaz forderte eine Untersuchung – und Premierminister Tony Blair reagierte vorsichtig: “Ich habe die Sendung nicht gesehen, daher kann ich keinen Kommentar abgeben. Aber ich stimme völlig zu, dass wir Rassismus in all seinen Formen bekämpfen müssen.”

Auch in Indien schlagen die Wellen hoch. Viele von Shettys Bollywood-Kollegen sehen die Affäre als Beweis für den Rassismus in westlichen Gesellschaften. Fans der Schauspielerin organisierten eine Demonstration in Patna und verbrannten eine Puppe als Symbol für die Macher der Show.