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Eine schöne Frau und ein Skandal: Britische Rassismus-Affäre überschattet Browns Indien-Reise

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Eine schöne Frau und ein Skandal: Britische Rassismus-Affäre überschattet Browns Indien-Reise

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Die Rassismus-Debatte, ausgelöst durch heftige Verbalattacken gegen die indische Schauspielerin Shilpa Shetty in der britischen Big-Brother-Show, zieht immer weitere Kreise. Im indischen Patna verbrannten Demonstranten eine Puppe als Symbol für die Macher der Sendung. Und auch die erste Indien-Reise des britischen Schatzkanzlers Gordon Brown wurde von der Affäre überschattet. Gegenüber der indischen Presse verurteilte Brown die Attacken als “schädlich für das Image der Briten im Ausland”. “Das Ergebnis der Reaktionen der britischen wie auch der indischen Öffentlichkeit auf diese Sendung ist, dass beide Länder ihre Verpflichtung gegenüber den Werten der Toleranz und der Fairness bekräftigen”, sagte er, “und dass wir die Botschaft aussenden, dass Diskriminierung und Rassismus überall inakzeptabel sind.”

Shetty, einer von neun Stars bei “Celebrity-Big-Brother”, war von ihren Mitbewohnern wüst beschimpft worden – als “Hündin” oder “Lügnerin”, die sich nicht wasche und nichts weiter sei als eine “erbärmliche Fälschung”. Der Londoner Bürgermeister beschuldigte den Sender Channel 4, die Szenen absichtlich nicht herauszuschneiden. Auch Zuseher zeigten sich empört: Bei der TV-Aufsicht gingen rund 20.000 Protestnoten ein – mehr als je zuvor.