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Wieder Tote und Verletzte im Irak - Regierungschef Maliki richtet Vorwürfe an USA

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Wieder Tote und Verletzte im Irak - Regierungschef Maliki richtet Vorwürfe an USA

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Das Blutvergießen im Irak geht in unverminderter Härte weiter: Am Donnerstag wurden bei mehreren Autobombenanschlägen in Bagdad mindestens 10 Menschen getötet und mehr als 20 verletzt. Auf einem Markt explodierten kurz hintereinander drei Bomben. Zuvor war ein Sprengkörper in einer Geschäftsstraße in der Innenstadt detoniert. Seit der Ankündigung der USA, der Gewalt in Bagdad mit dem vermehrten Einsatz von Soldaten zu begegnen, haben die Anschläge in der Hauptstadt noch zugenommen. Die Opfer des Selbstmordattentats nahe Sadr City vom Mittwoch wurden indessen beerdigt. Bei dem Anschlag waren 17 Schiiten getötet und mehr als 30 verletzt worden.

Die Beziehungen zwischen der Bagdad und Washington scheinen gespannt. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki sagte in einem Zeitungsinterview, US-Präsident George W. Bush sei noch nie so schwach gewesen wie heute – er, Maliki, habe den Eindruck, als steuere die US-Regierung schneller auf ihr Ende zu als jene im Irak. Gegenüber einem anderen Blatt warf al-Maliki den USA vor, sie hätten nicht genug Waffen an die irakischen Sicherheitskräfte geliefert und seien daher mitschuldig an der hohen Opferzahl.