Eilmeldung

Eilmeldung

Kyrill hinterläßt in Europa Spur der Verwüstung

Sie lesen gerade:

Kyrill hinterläßt in Europa Spur der Verwüstung

Schriftgrösse Aa Aa

Über Europa ist am Donnerstag einer der schwersten Stürme der vergangenen 20 Jahre hinweggefegt. Orkantief “Kyrill” verursachte schwere Schäden. Mehr als zwanzig Menschen starben, allein in Deutschland sieben. In Bayern wurde ein Baby von einer Terrassentür erschlagen. Mehreren Autofahrern wurden entwurzelte Bäume zum Verhängnis. An der Küste blieb die vorhergesagte schwere Sturmflut aus.

Das niederländische Innenministerium rief die Menschen auf, in Gebäuden zu bleiben. Dächer wurden abgedeckt, Fenster wurden aus Rahmen gerissen oder zerbarsten unter dem Druck des Windes. Vereinzelt wurden Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde gemessen.

In Großbritannien wurden mindestens zehn Menschen getötet, darunter zweijähriges Kind und der Direktor des Internationalen Flughafens von Birmingham. Ein deutscher Fernfahrer starb auf der Autobahn A 55 nahe dem nordwestenglischen Chester, als sein Lkw von Böen umgeworfen wurde.

In Zehntausenden Haushalten brach die Stromversorgung zusammen. Vor der Küste Cornwalls geriet der Container-Frachter “MS Napoli” wegen eines Motorschadens in Seenot geriet. Trotz meterhoher Wellen konnten alle 26
Besatzungsmitglieder gerettet werden.