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Bové will für Präsidentenamt kandidieren

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Bové will für Präsidentenamt kandidieren

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Der französische Globalisierungsgegner José Bové will am 1. Februar offiziell seine Kandidatur für die diesjährige Präsidentenwahl ankündigen. Es ist das erste Mal, dass er ausdrücklich Interesse daran bekundet. Es sei wahr, so Bové bei einer Versammlung von Globalisierungsgegnern in Montreuil bei Paris, und es sei erstaunlich; etwas sage ihm, ein Kribbeln im Bauch, dass er es tun werde, wenn seine Anhänger ihn wollten. Sie würden dann gemeinsam antreten. Umfragen zufolge könnte Bove zwischen 8 und 20 Prozent der Wählerstimmen erhalten. Bové erlangte 1999 durch die so genannte McDonalds-Affäre große Popularität. Er zerstörte seinerzeit zusammen mit protestierenden Bauern ein Schnell-Restaurant in Millau. Die Aktion richtete sich gegen ein Importverbot der USA für französischen Käse. Bové wurde als Anstifter zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Sein Haftantritt wurde zum Medienereignis, obwohl Bové wegen ähnlicher Vergehen schon mehrmals vorbestraft war. Seither ist der 1953 geborene Anführer des alternativen französischen Bauernverbandes zu Gast auf zahlreichen Anti-Globalisierungsveranstaltungen gewesen. Im Wahlkampf dürfte sich Bové vor allem gegen eine weitere Liberalisierung der Wirtschaft richten. Er war maßgeblich an der Kampagne gegen die EU-Verfassung in Frankreich beteiligt.