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Britische Polizei deckte Verbrechen in Nordirland

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Britische Polizei deckte Verbrechen in Nordirland

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Die britische Polizei in Nordirland hat jahrelang Verbrechen von protestantischen Untergrundkämpfern gedeckt. Mitglieder der Terrorgruppe Ulster Volunteer Force konnten demnach mindestens zehn Menschen ermorden, ohne dass ihnen ernsthaft eine Strafverfolgung drohte. Zu diesem Ergebnis kommt ein Untersuchungsbericht der Beschwerdekommission der Polizei. Kommissions-Vorsitzende Nuala O´Loan sagte, während ihrer Arbeit habe sie zahlreiche Beispiele hervorragender Polizeiarbeit gesehen, in der Vergangenheit und heute. Das stehe in scharfem Kontrast zu den systematischen Verfehlungen, die nun der neue Bericht aufgedeckt habe. Die katholische Sinn-Fein-Partei hat sich bislang geweigert, in einer künftigen Provinzregierung auch mit der Polizei völlig uneingeschränkt zusammenzuarbeiten und dabei auf deren Verhältnis zum früheren protestantischen Untergrund verwiesen. Die katholische Untergrundgruppe IRA hatte im Juli 2005 die Einstellung des bewaffneten Kampfes erklärt.