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Europa-Rat fordert Maßnahmen gegen "Rape Drugs"

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Europa-Rat fordert Maßnahmen gegen "Rape Drugs"

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Der Europa-Rat will einem seit Jahren latenten Problem in der Club- und Party-Szene nicht mehr tatenlos zusehen. Die 46 Mitgliedsstaaten der Menschenrechtsorganisation sollen in Zukunft so genannten “Rape Drugs” – zu Deutsch Vergewaltigungsdrogen – den Kampf ansagen. Dies fordert ein Bericht der Gleichstellungskommission des Europarates.

Rape Drugs, das sind legal erwerbliche Substanzen, die ahnungslosen Opfern seit Jahren immer wieder in Getränke gemischt werden, mit dem Ziel einer späteren Vergewaltigung. “In meinem Land Rumänien”, so ein Kommissionsmitglied, “gilt es vor Gericht als erschwerend, wenn man jemanden gefügig macht vor einer Vergewaltigung. Das müßte europaweit in die Gesetzgebung einfließen.”

Rape Drugs machen willenlos – und meistens sind die Stoffe nur rund einen Tag im Körper nachweisbar. Deswegen fordern Politiker wie Michael Hancock von den britischen Liberalen auch die Industrie auf, verantwortungsvoller zu handeln. Er fordert, man müsse Substanzen beimischen, die länger im Körper feststellbar sind, zum Schutz der Opfer aber auch zur Überführung der Täter. Aufklärung, Opferschutz, Anpassung der Gesetzgebung. Nach der Annahme des Berichtes durch den Europarat liegt es nun an den Mitglieds- staaten, zu handeln.