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Plünderungen und Ölpest-Gefahr an Küste Süd-Englands

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Plünderungen und Ölpest-Gefahr an Küste Süd-Englands

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Teure Weine, Parfüms, Kosmetika, Luxus-Motorräder, Damenmode, Schuhe, Ersatzteile für Fahrzeuge und Maschinen – hunderte Plünderer brachten alles, was irgendwie nach materiellem Wert aussah, ins Hinterland der südenglischen Grafschaft Devon. Güter, die sich in den 20 angeschwemmten Containern des Frachters “Napoli” befanden. Nach Angaben der Polizei wurden 15 Motorräder vom Strand weggerollt. Nach britischem Gesetz sind gefundene Wertgegenstände meldepflichtig. Nur wenn sich nach 28 Tagen kein Eigentümer gezeigt hat, darf man sie behalten. Jetzt hat die Polizei ihre Patrouillen verstärkt, um weitere Plünderungen zu verhindern. 200 Container sind bereits von Bord der “Napoli” gerutscht, insgesamt hat sie 2400 geladen. Etwa 160 davon sollen gefährliche Chemikalien enthalten. Eigentlich ist der Küstenabschnitt “Jurassic Coast” einer des schönsten Europas. Fast vergessen scheint, dass ihm nun eine Ölpest droht. Denn die “Napoli” hat Schweröl an Bord, rund 3200 Tonnen wollen die britischen Behörden abpumpen, um die Verseuchung des Strandes zu verhindern; rund 200 Tonnen sind schon ausgelaufen. Der Frachter hatte in der vergangenen Woche während des Orkans “Kyrill” Schlagseite bekommen.