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Israels Präsident soll angeklagt werden

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Israels Präsident soll angeklagt werden

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Die israelische Staatanwaltschaft wird Präsident Moshe Katsav wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs anklagen. Die Klage betrifft mindestens eine weibliche Angestellte in der Residenz des Präsidenten. Mehrere Frauen hatten mit ihren Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung den Skandal ausgelösst.

Katsav, dessen Präsidentschaft ehrenamtlich ist, wies die Anschuldigungen der Frauen zurück. Diese hatten für ihn während seiner Amtszeit als Präsident und Minister gearbeitet. Auf die Frage, ob der Präsident nun zurücktreten wolle, sagte der Anwalt Katzavs: «Ich denke, es ist noch zu früh, das zu sagen. Wichtig ist, dass dies ein sehr schwerer Tag für Israel ist.» Er hoffe, dass die Sachverhalte nach der Anhörung klar würden.

Die Entscheidung des Generalstaatsanwalts Anklage zu erheben war bereits vor 6 Wochen erwartet worden. Sie wurde durch mangelnde Beweislast in einem der 14 Fälle verzögert. Dem Präsidenten drohen zwischen 3 und 16 Jahre Haft.