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Massendemonstration im Libanon

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Massendemonstration im Libanon

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Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hat ein Generalstreik unter Führung der Opposition begonnen. Zahlreiche Straßen wurden blockiert, dabei wurden zwei Menschen angeschossen. Die schiitisch-christliche Opposition will damit den Druck auf die Regierung weiter erhöhen.

Oppositionsführer Hassan Nasrallah von der Hizbollah hatte gestern an die Libanesen appelliert: Sie sollten sich zahlreich an dem gewaltfreien Streik beteiligen. Gleichzeitig warf er der Regierung unter dem Sunniten Fuad Siniora vor, einen konvessionsgebundenen Bürgerkrieg zu provozieren. Siniora sei auf dem besten Weg, den Libanon finanziell in den Ruin zu treiben.

Ein Vorwurf, den der bedrängte Ministerpräsident entkräften könnte: Am Donnerstag reist Siniora zu einer internationalen Geberkonferenz nach Paris. Er hofft auf wirtschaftliche Hilfen in Milliardenhöhe für den Wiederaufbau. Seit Anfang Dezember versucht die Opposition mit Massendemonstrationen, Neuwahlen zu erzwingen oder einen größeren Einfluss in der Regierung zu erhalten. Die schiitischen Minister waren vorher aus Protest aus der Regierung ausgetreten.