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China holt Deutschland bald ein: 10,7 Prozent Wachstum 2006

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China holt Deutschland bald ein: 10,7 Prozent Wachstum 2006

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China könnte im laufenden Jahr Deutschland den Rang als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ablaufen. Das geht aus vorläufigen Angaben der amtlichen Statistikbehörde über die Wirtschaftsleistung 2006 hervor. Demnach wuchs das Bruttoinlandsprodukt der Volksrepublik um 10,7 Prozent – dank starker Investitionen in die Industrie und boomender Exporte.

Damit gab es gegenüber 2005 ein Plus von 0,3 Punkten. Die USA kamen im vergangenen Jahr auf 3,3 Prozent, die Eurozone erreichte 2,7 Prozent. Für das laufende Jahr hat die Kommunistische Partei in Peking ein Wachstumsziel von acht Prozent festgelegt, deutlich niedriger als etwa Prognosen der Weltbank. Die Wirtschaft behalte ihr stetiges und vergleichsweise hohes Wachstumstempo bei, heißt es bei den staatlichen Statistikern. Ein Risiko sei weiterhin das krasse Ungleichgewicht zwischen Investitionen und privatem Konsum.

Der chinesische Handelsminister hatte zuvor erklärt, höchste Priorität für 2007 habe die Reduzierung des Handelsüberschusses. Chinas Exporte sind billig, weil die Landeswährung Yüan künstlich schwach gehalten wird, so lautet der Vorwurf aus den USA. Dies jedoch bläht die Geldmenge auf und erhöht die Gefahr von Inflation und faulen Krediten.

Um die Wirtschaft zu stabilisieren, müsste Peking nach Meinung von Experten den privaten Konsum ankurbeln. Doch der kommt angesichts niedriger Löhne nur mühsam in Gang. Zudem stiegen 2006 die Preise stärker als die Einkommen.