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Finanzielle Unterstützung für den Libanon: Geberländer beschließen Milliardenhilfe


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Finanzielle Unterstützung für den Libanon: Geberländer beschließen Milliardenhilfe

Die internationale Gemeinschaft wird dem vom Krieg zerrütteten und hoch verschuldeten Zedernstaat mit 5,8 Milliarden Euro unter die Arme greifen – das haben die 40 Geberstaaten am Donnerstag in Paris beschlossen. Das ursprüngliche Ziel von 3,8 Milliarden Euro wurde damit deutlich übertroffen. Der libanesische Ministerpräsident Fuoad Siniora bezeichnete die zugesagte Unterstützung als unerlässlich für den Frieden im Libanon. An seine Landsleute gerichtet forderte Siniora ein Ende der Gewalt. “Ich appelliere an meine Brüder im Libanon”, sagte Siniora, “an alle Demonstranten auf der Straße, ich appelliere an sie, zur Vernunft und zur Ruhe zurückzukehren.”

In der Abschlusserklärung der Konferenz plädierten die Teilnehmer für einen vereinten und unabhängigen Libanon und erklärten ihre Zustimmung zu Sinioras Wirtschaftsreformprogramm – eine Haltung, die EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso unterstrich: “Herr Ministerpräsident, die Internationale Gemeinschaft hat damit ihre Unterstützung für Ihr Land gezeigt, für seine Einheit und sein Existenzrecht als demokratischer Staat.” Der Gastgeber der Konferenz, Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac, forderte die ausnahmslose Umsetzung aller UN-Resolutionen, damit der Libanon rasch wieder souverän werde. Damit zielte Chirac ebenso auf die Entwaffnung der schiitischen Hisbollah wie auch auf die Achtung des libanesischen Luftraums durch Israel.

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