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Paris: Milliardenhilfe für Libanon beschlossen

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Paris: Milliardenhilfe für Libanon beschlossen

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Saudi Arabien hat dem krisengeplagten Libanon auf der internationalen Geberkonferenz in Paris Finanzhilfen in Höhe von rund 800 Millionen Euro zugesagt. Zuvor hatten bereits die Europäische Union und die USA rund eine Milliarde Euro in Aussicht gestellt, Frankreich will außerdem Kredite in Höhe von 500 Millionen Euro gewähren.

Insgesamt werden Zusagen von vier bis fünf Milliarden Euro erwartet. Zwei Tage nach dem Generalstreik und den blutigen
Zusammenstößen im Libanon beraten Vertreter von rund 40 Staaten und internationalen Organisationen über Wege, dem mit mehr als 30 Milliarden Euro hoch verschuldeten Land beim Wiederaufbau zu helfen. Die von der Hisbollah geführte Opposition im Libanon sieht die Hilfsprogramme allerdings kritisch und fordert den Rücktritt der anti-syrischen Regierung von Ministerpräsident Fuad Siniora. Der kündigte auf der Geberkonferenz an, die Gelder für die Demokratisierung und die Unabhängigkeit des Libanon einsetzen zu wollen.

Die Hilfen für den Wiederaufbau sollen vor allem die Zerstörungen durch den israelischen Feldzug vom Juli 2006 beseitigen. Gleichzeitig soll damit die wirtschaftliche, soziale und politische Lage im Libanon stabilisiert werden. Andernfalls droht das Land weiterhin Spielball Syriens und des Iran zu bleiben. Die unterstützen militante Gruppen wie die Hisbollah, die vom Libanon aus Angriffe gegen Israel führen.