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Streit um angebliche Geheimdiens-Aktion gegen Royal-Berater

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Streit um angebliche Geheimdiens-Aktion gegen Royal-Berater

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Aufregung im französischen Wahlkampf. Im Auftrag des Innenministeriums soll der Geheimdienst “Renseignements généraux” Auskünfte über enge Mitarbeiter der sozialistischen Präsidentschaftskandidatin eingeholt haben. Das Satire- und Enthüllungsblatt “Canard Enchaîné” berichtet, dass dieser Mitarbeiter von Ségolène Royal betroffen war. Es handelt sich um Bruno Rebelle, Ex-Chef der französischen Greenpeace-Sektion, der seit kurzem Umweltberater von Royal ist.

Sozialistenchef Francois Hollande äußerte sich entsetzt: Wenn sich die Anschuldigungen als wahr erweisen sollten, dann stehe das Innenministerium im Dienst des Präsidentschaftskandidaten Sarkozy, um Informationen über Mitglieder des Wahlkampfteams von Royal zu suchen. Was für eine Art Republik sei das, fragte Hollande.

Innenminister Sarkozy, der gegen Royal um die Präsidentschaft ins Rennen geht, bezeichnete die Vorwürfe als lächerlich. Die Sozialisten sollten die Nerven behalten und ruhig bleiben, sagte der Konservative. Die Sozialisten kritisieren seit langem, dass Sarkozy durch seinen Doppelstatus seine Funktionen als Innenminister und Wahlkämpfer verwischt.