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Studenten liefern sich Straßenschlachten in Beirut

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Studenten liefern sich Straßenschlachten in Beirut

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Im Libanon hat es am Tage der Geberkonferenz in Paris und zwei Tage nach den gewaltsamen Protesten der erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Nach Angaben von Krankenhausärzten wurden mindestens drei Studenten getötet, als Anhänger der Opposition und regierungstreue Studenten an der Arabischen Universität mit Schlagstöcken und Steinen aufeinander losgingen.

Armee und Polizei versuchten zumeist vergeblich, die Kontrahenten mit Schüssen in die Luft auseinander zu treiben. Augenzeugen berichteten davon, dass die Gewalttäter mit Helmen und Schlagstöcken die Auseinandersetzung gesucht hätten. Dutzende Studenten und Soldaten seien verletzt worden, hieß es.

Inzwischen haben sich die gewaltsamen Auseinandersetzungen auf andere Stadtteile ausgebreitet. Die schiitischen Oppositionsparteien Hisbollah und Amal forderten die Studenten auf, sofort die Straße zu verlassen und nach Hause zu gehen. Regierungschef Fuad Siniora appellierte an alle Beteiligten, die Selbstbeherrschung zu wahren. Die Gewalt sei ein Versuch, die sehr positiven Ergebnisse der Pariser Geberkonferenz für den Libanon zu sabotieren, sagte Siniora.

Bei dem von Gewalt begleiteten Generalstreik, zu dem die Opposition aufgerufen hatte, waren erst am vergangenen Dienstag drei Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden.