Eilmeldung

Eilmeldung

Davos: Israelis und Palästinenser plädieren für Frieden im Nahen Osten

Sie lesen gerade:

Davos: Israelis und Palästinenser plädieren für Frieden im Nahen Osten

Schriftgrösse Aa Aa

Die Krise im Nahen Osten ist auch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zur Sprache gekommen. Bei einem Treffen erteilten Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der israelischen Außenministerin Zipi Livni und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres den Extremisten in ihren eigenen Reihen eine klare Absage. Es sei nun Zeit, alle guten Absichten zu bündeln,, sagte Abbas, und im Heiligen Land tatsächlich Frieden herbeizuführen. Damit müsse man sofort beginnen, noch vor den bevorstehenden Verhandlungen.

Über das Wie allerdings herrscht Uneinigkeit. Während Abbas dafür plädierte, den Zwei-Staaten-Plan schnellstmöglich umzusetzen, sprach Ministerin Livni nur von einer Schrittweisen Annäherung. “1967 gab es keinen Palästinenserstaat und keine Verbindung zwischen dem Gazastreifen und dem Westjordanland”, sagte sie. “Wir müssen etwas Neues erschaffen und ich denke, ein Palästinenserstaat ist im beidseitigen Interesse. Aber die künftigen Grenzen sind Gegenstand der künftigen Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern.”

Mit ihrem Treffen setzten Abbas, Livni und Peres eine Tradition fort: Schon 1994 hatte Peres in Davos den seinerzeitigen PLO-Chef Jassir Arafat getroffen, 1997 kam es in dem Schweizer Wintersportort zu einer Begegnung zwischen Arafat und dem damaligen israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu.