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Mindestens drei Tote bei Auseinandersetzungen im Libanon

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Mindestens drei Tote bei Auseinandersetzungen im Libanon

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Bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Opposition und regierungstreuen Studenten sind im Libanon mindestens drei Studenten getötet und mehr als Menschen verletzt worden. Die Armee verhängte am Abend eine Ausgangssperre in der Hauptstadt Beirut. Der Chef der schiitischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, rief seine Anhänger auf, sich daran zu halten. Die Studenten gingen an der Arabischen Universität zunächst mit Schlagstöcken aufeinander los und bewarfen sich mit Steinen. Dann fielen Schüsse.

Zuvor hatten Vertreter der schiitischen Oppositionsparteien Hisbollah und Amal die Studenten aufgefordert, die Straße zu verlassen und nach Hause zu gehen. Auch der sunnitische Abgeordnete Saad al-Hariri, ein Vertrauter von Regierungschef Fuad Siniora, rief zur Ruhe auf. Ein verletzter Student sagte, die Gewalt an der Universität sei zunächst von Anhängern der Opposition ausgegangen. Als Studenten am späten Nachmittag die Straßen mit brennenden Autoreifen blockierten, stiegen Rauchwolken über dem Viertel auf. Armee und Polizei versuchten vergeblich, die Kontrahenten mit Schüssen Auseinanderzutreiben. Bei einem Generalstreik am vergangenen Dienstag waren bei Auseinandersetzungen drei Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Ministerpräsident Siniora und seine Verbündeten werfen der Opposition vor, die Regierung stürzen zu wollen.