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Schiitische Moslems feiern Aschura-Fest

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Schiitische Moslems feiern Aschura-Fest

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Hunderttausende schiitische Moslems haben sich im Irak zu ihrem Aschura-Fest versammelt. Mittelpunkt der Feierlichkeiten ist Kerbela, eine heilige Stadt der Schiiten, wie auch das nahegelegene Nadschaf.

Die Angst vor einem Anschlag auf das Fest ist groß; vor drei Jahren wurden bei solchen Angriffen in Kerbela und in der Hauptstadt Bagdad rund 170 Menschen getötet. Es war das erste Aschura nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein, unter dessen Herrschaft der Brauch stark eingeschränkt war. In und um Kerbela sind deshalb in diesem Jahr elftausend Soldaten und Polizisten stationiert.

Bei Nadschaf kam es am Sonntag und noch bis in den Montagmorgen zu heftigen Kämpfen, bei denen auf Anforderung der irakischen Armee auch die amerikanische Luftwaffe eingriff.

Der Gegner war offenbar eine islamische Sekte, die zum Aschura-Fest in Nadschaf schiitische Geistliche töten wollte. Nadschaf ist Sitz der höchsten geistlichen Führer der Schiiten. Zwischen zwei- und dreihundert Sektenanhänger wurden in dem Kampf getötet. Laut irakischer Regierung ist darunter auch der Anführer der Sekte. Er sah sich anscheinend als “Mahdi”, als eine Art Messias.