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Sinn Fein erkennt Polizei in Nordirland an

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Sinn Fein erkennt Polizei in Nordirland an

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Am Sonntag sagte Gerry Adams am Ende des Sinn-Fein-Parteitages: “Heute habt iht die Möglichkeit geschaffen, die politische Landschaft auf der Insel für immer zu verändern. Ihr habt unseren Kampf ein entscheidendes Stück vorangebracht.” Der starke Beifall unterstreicht: Für die Sinn-Fein-Anhänger ist diese neue Etappe der Anfang vom Ende der britischen Herrschaft in Nordirland .

Der Sinn-Fein-Parteitag hat mit überwältigender Mehrheit beschlossen, nunmehr die Polizei in Nordirland anzuerkennen. Auch wenn Martin McGuiness, demnächst wohl die Nummer 1 der Sinn-Fein, vor den Delegierten noch einige ironische Pfeile in Richtung Protestantenpartei abschoß – auch er warb für Zustimmung mit den Worten: “They want a resounding no. So let us at this Ard Fheis give them whar they fear most: a resounding Irish Republican YES.”

Seit Nordirland 1921 nach der Gründung des Staates Irland als britische Provinz übrig blieb, hatten die katholisch-republikanischen Gruppen stets die Polizei als Feind betrachte und bekämpft. In deren Reihen standen ihnen überwiegend Protestanten gegenüber.

Diese “Royal Ulster Constabulray” war als Folge des “Karfreitags-Abkommens” von 1998 umgewandelt worden in den
“Police Service of Nothern Ireland”. Die gemeinsame Sicherung von Recht und Ordnung durch Sinn-Fein und die protestantische “Democratic Unionist Party” gilt als wesentliche Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden in Nordirland.
Ebenso wie die Vernichtung der Waffen der IRA. Die hatte 2005 erklärt, den bewaffneten Kampf für die Abspaltung von Großbritannien endgültig aufzugeben – und sich aufzulösen.

Nun also als nächster Schritt die gemeinsame Ordnungsmacht – mit deren Anerkennung durch alle politischen Kräfte ist die letzte Hürde vor einer gemeinsamen Regionalregierung mit den Protestanten genommen.