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Die serbische Provinz Kosovo bereitet sich langsam auf ihre mögliche Unabhängigkeit vor

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Die serbische Provinz Kosovo bereitet sich langsam auf ihre mögliche Unabhängigkeit vor

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In wenigen Tagen will der UNO-Sondergesandte Martti Ahtisaari seine Vorschläge zum künftigen Status des Kosovo offiziell vorlegen. Eine Plakatkampagne solle zum einen jetzt eine positive Stimmung verbreiten, erklärt eine Sprecherin der Demokratischen Partei. Zum anderen sollten die möglichen Vorschläge erklärt werden. Unabhängigkeit schaffe auch Verantwortung – das müsse den Menschen klargemacht werden.

Das Kosovo wird zu neunzig Prozent von Albanern bewohnt. Sie wollen nichts anderes mehr als die völlige Unabhängigkeit. Ahtisaari wird dagegen wahrscheinlich zunächst eine eingeschränkte Souveränität vorschlagen, unter internationaler Kontrolle. Die serbische Minderheit soll ebenfalls weitgehende Rechte bekommen.

Viele Menschen wissen aber noch nicht so recht, woran sie sein werden: Er wisse bisher nur, was in den Zeitungen stehe, sagt ein Mann in der Hauptstadt Pristina. Er sei skeptisch, und er habe auch Angst vor dem, was kommen werde. Ein anderer sagt aber, die Vorschläge würden wohl zugunsten des Kosovo und seiner Menschen ausfallen; das hoffe er jedenfalls.

Der Ahtisaari-Vorschlag soll am Freitag vorgestellt werden; endgültig ist er aber noch nicht. Nach dem, was bisher bekannt ist, soll das Kosovo wohl nach und nach weitgehende Rechte bekommen, wie eine eigene Verfassung und das Recht auf eigene Mitgliedschaft in Organisationen wie der UNO.