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Keine Steinkohle mehr aus deutschen Gruben

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Keine Steinkohle mehr aus deutschen Gruben

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Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die Parteien der großen Koalition auf ein Ende des deutschen Steinkohle-Bergbaus im Jahre 2018 geeinigt. Dieser Beschluss soll jedoch im Jahre 2012 noch einmal vom Bundestag überprüft werden – unter energiewirtschaftspolitischen Gesichtspunkten. Dies erklärten Spitzenvertreter der konservativen Christdemokraten und der Sozialdemokraten in Berlin.

Die Revisionsklausel wurde von der SPD durchgesetzt; zuvor hatten die Sozialdemokraten ein Auslaufen des Steinkohle-Bergbaus kategorisch abgelehnt. SPD-Chef Beck erklärte, es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Derzeit sind in Deutschland noch rund 33 000 Bergleute beschäftigt – in acht Bergwerken in den beiden Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Saarland. Mit dem Ausstiegsbeschluss ist der Weg für den geplanten Börsengang des Essener Bergbau- und Mischkonzerns RAG frei.