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Millionenstrafe gegen France Télécom bestätigt

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Millionenstrafe gegen France Télécom bestätigt

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Für die französische Telefonfirma France Télécom und ihre Internet-Tochter Wanadoo bleibt es bei einer Strafe von zehn Millionen Euro. Das EU-Gericht erster Instanz in Luxemburg bestätigte eine Entscheidung der EU-Kommission von 2003. Wanadoo gehörte damals mehrheitlich zu France Télécom und wurde inzwischen eingegliedert.

Die Kommission hatte damals festgestellt, dass Wanadoo einen schnellen Zugang zum Internet, so genannte DSL- oder Breitbandleitungen, unter den eigenen Kosten angeboten hatte – um Konkurrenten zu unterbieten. Das Gericht bestätigte jetzt, dass das in einer wichtigen Phase der Entwicklung bei diesen Leitungen geschah, als sich diese wichtige Technik allmählich bei den Kunden durchsetzte – 2001 und 2002.

Wegen dieser Dumpingpreise stieg der Marktanteil von Wanadoo in Frankreich bei diesen Leitungen von 46 Prozent auf 72. Damit hatte Wanadoo damals achtmal mehr Kunden als der nächste Konkurrent. France Télécom hat jetzt zwei Monate Zeit, um gegen das Urteil in Berufung zu gehen.