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Selbstmordanschlag in Israel bremst Elan des Nahost-Quartetts

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Selbstmordanschlag in Israel bremst Elan des Nahost-Quartetts

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Der erste Selbstmordanschlag in Israel seit neun Monaten hat den internationalen Friedensbemühungen für den Nahen Osten einen Dämpfer versetzt. Das Attentat wurde vier Tage vor einem Treffen des Nahost-Quartetts aus USA, Russland, Europäischer Union (EU) und Vereinten Nationen (UN) verübt, das sich in Washington um eine Wiederbelebung des Friedensprozesses bemühen will.

Ein palästinensischer Attentäter riss in einer Bäckerei im Badeort Eilat am Roten Meer drei Menschen mit in den Tod. Die israelische Regierung kündigte “angemessene Konsequenzen” an.

Es war der erste Selbstmordanschlag in Israel seit vergangenem April, als sich ein Attentäter in Tel Aviv in die Luft sprengte. Außenministerin Tsipi Livni erklärte, Israel habe sich bisher sehr zurückgehalten, um den Palästinensern Gelegenheit zu geben, den Terrorismus zu bekämpfen und Angriffe auf Israel zu unterbinden. Bedauerlicherweise hätten die Palästinenser diese Gelegnheit nicht genützt.

Zu dem Anschlag in Eilat bekannten sich die Gruppe Islamischer Dschihad, die Al-Aksa-Brigaden aus dem Umfeld der Fatah des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas und eine bislang unbekannte “Armee der Gläubigen”. Im Umfeld von Präsident Abbas wurde das Attentat verurteilt. Ein Sprecher der regierenden Hamas rechtfertigte es.