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Großbritannien: Polizeieinsatz verhindert wahrscheinlich Geiselmord vor Videokamera

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Großbritannien: Polizeieinsatz verhindert wahrscheinlich Geiselmord vor Videokamera

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Mit einem Großeinsatz hat die britische Polizei möglicherweise einen Mord vor laufenden Kameras verhindert. Insgesamt nahmen die Sicherheitskräfte bei mehreren Razzien in Birmingham am Mittwoch neun Terror-Verdächtige fest. Nach Medienberichten soll die Gruppe geplant haben, einen britischen Soldaten zu entführen und – nach dem Vorbild der Geiselnehmer im Irak – zu enthaupten. Die Videoaufnahmen der Tat sollten ins Internet gestellt werden, hieß es. Die Ermittlungen sollen laut Kommissar David Shaw noch einige Tage andauern. Dies werde einige Unannehmlichkeiten für die Bevölkerung in der Region mit sich bringen, räumte er ein; man werde aber sein Bestes tun, um die Belästigungen so gering wie möglich zu halten.

An der Operation in Birmingham waren Anti-Terroreinheiten der Polizei sowie der britische Inlandsgeheimdienst beteiligt. Genauere Angaben zu den Plänen der mutmaßlichen Täter wollten die Behörden nicht machen. Medien berichteten jedoch, dass sogar das Opfer bereits ausgewählt worden sei: ein junger, britischer Soldat muslimischen Glaubens, der in Afghanistan im Einsatz ist und auf einem Heimaturlaub entführt werden sollte. Die Ermittler müssen nun mehrere Fragen beantworten. Unklar ist etwa, ob die Gruppe mit Al-Kaida in Kontakt steht. Für Terror-Spezialisten ist die möglicherweise geplante Hinrichtung jedenfalls ein Anlass zu großer Sorge.